Die Anreise – 29.07.2017

Nachdem wir bereits an zwei Einrad-Weltmeisterschaften (Brixen 2012 und San Sebastian 2016) teilgenommen hatten, ging es für uns jetzt das erste Mal zu einer Europameisterschaft. Ausgetragen wird diese Meisterschaft in im Süden der Niederlande in Sittard-Geleen.

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Die gesamte Region ist eine radsportbegeisterte Gegend mit entsprechenden Sportstätten und Trainingsmöglichkeiten. Hier trainieren erfolgreich Teams aus verschiedenen Ländern. Am Freitag haben wir bereits unseren Anhänger mit den ganzen Einrädern beladen, so dass wir uns am Samstag gleich am Morgen auf den Weg machen konnten. Obwohl Ferienzeit ist, war der Verkehr auf der Autobahn sehr angenehm. Nach etwa 5 Stunden sind wir dann entspannt angekommen. Der erste Weg führte uns zur Anmeldung.

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Hier gab es bereits ein Wiedersehen mit einigen Freunden und Bekannten. Auch Petra hatte ihren Stand bereits aufgebaut. Bei der Anmeldung gab es dann das erste Problem: Tims Startunterlagen waren nicht auffindbar. Einer der Verantwortlichen wollte sich aber schnell darum kümmern und uns dann Bescheid geben. Sein Teilnehmerband bekam er aber trotzdem schon vorab ans Handgelenk.

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Anschließend sind wir mit dem Womo zur nahe gelegenen Stadssporthal gefahren. In dieser Halle werden die Einradhockey- und Basketballturniere stattfinden. Auf dem Parkplatz hat der Veranstalter die Camper Area für die Wettkampfwoche zur Verfügung gestellt. Unsere lieben Freunde, die bereits vor uns angereist waren, hatten uns einen guten Platz mittendrin reserviert – mit einer Mülltonne und einer leeren Jägermeisterflasche. Was das wohl zu bedeuten hatte? Es kamen schon wieder Erinnerungen an San Sebastian auf.

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Am Abend, nachdem wir uns soweit eingerichtet hatten, haben wir gleich dem Stadion noch einen kurzen Besuch abgestattet. Hier sollten am nächsten Tag die Sprungwettbewerbe stattfinden. Danach konnten wir dann endlich Tims Startunterlagen in Empfang nehmen. Später saßen wir dann noch alle zusammen und hatten uns viel zu erzählen. Die Vorfreude auf die Wettkämpfe stieg!

Der erste Wettkampftag – 30.07.2017

Der erste Tag hatte es für uns Hermanns gleich in sich: Zuerst waren Hoch- und Weitsprung angesagt, dann noch Stillstand und Einradhockey. Zum Hochsprung sind wir dann in die am Stadion angrenzende Leichtathletikhalle mit einer 60 m Tartanbahn. Wir haben uns sehr gefreut, in dieser Halle springen zu dürfen, bis wir dann feststellen mussten, dass nur ein Drittel der Halle zum Springen vorgesehen war, im anderen Teil wurde dann der Slalom aufgebaut. Für den Hochsprung war der Platz dann für die vielen Teilnehmer deutlich zu eng. Schade! Trotzdem sind wir natürlich in den Wettbewerb eingestiegen. Es lief für Tim und mich schon ordentlich, aber nicht ganz optimal. Für mich waren 58 cm drin, für Tim 75 cm, leider keine persönlichen Bestleistungen. Aber auch die anderen Teilnehmer hatten mit den etwas ungewohnten Sprunganlagen zu kämpfen.

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Danach ging es raus ins Station zum Weitsprung. Der Wind dort war echt heftig, aber das hat uns nicht wirklich gestört. Ich bin bei 130 cm eingestiegen und bin gut in den Wettkampf gekommen. Am Ende standen gesprungene 165 cm für mich zu Buche. So gut war ich schon mehrere Jahre nicht mehr. Tim hatte seine 190 cm zwar übersprungen, konnte den Sprung aber nicht regelkonform beenden. So hatte er 180 cm zu verbuchen. Wir springen beide weiterhin in der Sidehop-Technik, und dafür waren die Leistungen doch wirklich gut. Leider waren an diesem Tag keine Ergebnislisten mehr verfügbar. Jule ist dann gleich zum Hockeyspielen in die Stadssporthal gefahren, während Lea und ich uns noch beim Stillstand angemeldet hatten. Hier geht es darum, auf einem 10 x 25 cm kleinen Holzbrett möglichst lange mit dem Einrad zu balancieren, ohne zu springen oder das Brett zu verlassen. Da ist viel Konzentration und Gleichgewichtssinn gefragt. Bei Lea lief es leider nicht so gut. Sie konnte die 20 sec. Mindestzeit nicht schaffen. Bei mir lief es richtig gut. Mit 1:15.550 Minuten war ich über meinen aktuellen Trainingszeiten. Das war perfekt. In bin hier in der AK 22 + angetreten und wie sich dann später herausstellen sollte, reichte es für mich für einen genialen 2. Platz!

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Der Höhepunkt folgte dann am Nachmittag. Das Hockeyturnier. Wir hatten zusammen mit Lenting und mit Natascha von den Duisburger Einradzebras hatten wir glücklicherweise ein großes Team, so dass trotz der ganzen anderen Disziplinen für alle sieben Spiele mindestens 5 Spieler zur Verfügung standen.

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Nachdem das erste Spiel mit 5:0 gewonnen wurde, gab es leider auch ein paar teils knappe Niederlagen und ein Remis. Wir haben uns aber deutlich besser geschlagen als noch in Spanien im vergangenen Jahr. Irgendwie kamen dann im Hockeytor meine früheren Torwarterfahrungen im Hand- und Fußball wieder zum Vorschein. Ich konnte sogar einen 6,5 m Strafstoß halten, das hat sooo viel Spaß gemacht! Echt schade, dass wir nicht ins Halbfinale gekommen sind.

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Erst am nächsten Tag habe ich dann gemerkt, dass mein rechter Ellbogen etwa doppelt so dick wie der linke war. Vielleicht lag das auch daran, dass die ganze Mannschaft am Abend in der Camper Area zusammen jedes geschossene Tor mit Jägermeister begossen hat.

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Ich bin dann mit Django noch eine Runde zum Stadion gefahren, um nach den Sprung- und Stallstandergebnissen zu schauen. Leider waren am Infopoint noch keine aktuellen Listen ausgehängt. Als ich zurückgekommen bin, wurde ich dann von den anderen ganz seltsam begrüßt. Die Franzens, die Pfannensteins, die Karin, der Erhard, Sebastian und auch die Thiemes: alle haben gegackert was das Zeug hält und ich habe krampfhaft überlegt, was die wohl während meiner Abwesenheit alles getrunken haben mussten. Es war aber ganz anders. Die vorläufigen Ergebnislisten vom Springen waren online und ich war in der AK 30 + jeweils auf Platz 1. Tim hat dann gemeint, ich würde vor lauter Stolz bestimmt rumlaufen wie ein Gockel. Deswegen dann das Gegackere der Anderen! Mann, hatten wir Spaß, und natürlich wieder einen Grund zum Feiern!

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Die Bahnrennen – 31.07.2017

Heute ging es mit den verschiedenen Bahnrennen im Stadion los.

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Jetzt waren Lea und Jule am Start. Los ging es mit 50 m Einbein. Hier wird ein Fuß auf die Gabel hochgestellt und das Rad nur mit einem Fuß auf dem Pedal angetrieben. Lea war gleich in Lauf 3 am Start. Sie kam gut ins Rennen, ist dann aber leider einige Meter vor der Ziellinie abgestiegen. Jule hat die 50 m in 0:12.374 sec. geschafft. Für sie war das keine Bestzeit, hat aber noch für einen Platz im breiten Mittelfeld gereicht.

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Beim Wheelwalk konnte sie sich mit 0:15.919 ebenfalls im Mittelfeld auf Rang 16 platzieren.

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Nach dem Mittag starteten dann die 100m-Rennen. Beim Einfahren ist Jule gestürzt und hat sich einige schmerzhafte Schürfwunden zugezogen. Beim Rennen ging sie deshalb nicht mehr volles Risiko. Sie konnte mit 0:18.379 sec. trotzdem noch eine gute Zeit fahren. Mareike und Lea hatten dann dann noch ein ganz besonderes Erlebnis. Die Beiden sind noch kurz mit den Fahrrädern zum Aldi, um ein paar Dinge einzukaufen. Beim Abschließen der Räder hat das Schloss schon etwas geklemmt. Beim Aufschließen war es dann passiert. Der Schlüssel vom Schloss ist abgebrochen. Mareike hat es dann zuerst mit einer Zange versucht, die ihr ein netter Herr geliehen hatte. Das ging aber nicht. Also haben die Beiden die zwei zusammengeschlossenen Räder in Richtung Social Area gezerrt, um dort Hilfe zu finden. Ein Aldi-Kunde hat die Beiden dann noch verdächtigt, die Räder stehlen zu wollen. Nach vielem Hin und Her konnten die Räder dann schließlich bei einem Einradshop mit roher Gewalt von dem Schloß befreit werden.

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Am Nachmittag haben wir Hermanns dann alle zusammen die Innenstadt von Sittard erkundet. Es ist wirklich ein sehr schönes Städtchen mit einer relativ großen Fußgängerzone.

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Wir haben natürlich ein leckeres Eis gegessen, Django konnte da auch nicht widerstehen.

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Tim und Ferdi sind am Abend dann kurzfristig beim Basketballturnier mit eingestiegen. Da es beim Zeitplan Überschneidungen mit den Großgruppenküren ergeben haben, hatten die Beiden kurzentschlossen zugesagt. Beide kannten die Regeln nicht, wurden aber von Spiel zu Spiel besser. Während es gegen die Franzosen noch eine deftige Niederlage gab, war es im letzten Spiel dann bereits enger, und Tim konnte mit vollem Körpereinsatz auch seinen ersten Korb werfen. Die Stimmung in der Halle war echt super, das Team hat sich auf jeden Fall super verkauft.

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Am Abend war dann wieder Spiel und Spaß in der Camper Area angesagt. Beim Wikingerschach hatten alle eine Riesengaudi, und es gab auch wieder viel zu erzählen.

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Jump to the Platform – 01.08.2017

Am heutigen Tag standen für Jule, Tim und mich der Palettenhoch- und der Palettenweitsprung auf dem Programm. Glücklicherweise begannen die Wettkämpfe erst ab 13 Uhr. Da blieb endlich mal Zeit für ein gemütliches, ausgiebiges Frühstück mit allem Drum und Dran. Das hat wirklich gutgetan.

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Gegen Mittag haben wir uns dann mit unseren Trials Richtung Social Area zum Einspringen auf den Weg gemacht. Die Hoffmanns waren bereits am Springen, als wir dort angekommen sind. Der Wettkampf selber fand dann in einer Halle statt. Das war ganz gut so, denn später setzte starker Regen ein. Bei Tim lief es im Weitsprung wieder ganz gut. Mit übersprungenen 190 cm im Sidehop konnte er zufrieden sein, obwohl die 200 cm von der Weite her auch gut drin gewesen wären.

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Bei mir lief es auch wieder gut. Mit übersprungenen 160 cm konnte ich die gute Leistung von Spanien 2016 wiederholen. In dieser Disziplin bin ich aber in der AK 19 + angetreten. Gegen die deutlich jüngeren Springer hat es aber nicht für einen vorderen Rang gereicht. Das war aber auch nicht weiter schlimm, ich war mit der Weite voll zufrieden.

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Beim Palettenhochsprung sind Jule und ich dann zusammen mit Toni und Simone in den Wettkampf eingestiegen. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Jule konnte mit einem schönen Sprung ebenfalls die 2,5 Paletten schaffen, wie letztes Jahr.

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Leider waren die Aussichten auf einen vorderen Platz durch die ungünstige Altersklasseneinteilung (14-18) sehr gering. Ich konnte die 4 Paletten zwar von der Höhe her springen, aber dann leider nicht regelgerecht stehen, so dass 3,5 Paletten bei mir in der Wertung standen. Von den anderen Startern in der AK 30 + war aber kein anderer besser, so dass ich hier auf dem 1. Platz gelandet bin. Danach haben wir uns beim Goldenen M gestärkt, bevor wir uns wieder auf den Weg Richtung Camper Area gemacht haben.

Uphill – 02.08.2017

Heute früh ging es bei uns mit dem Uphill weiter. Die Strecke befindet sich einige Kilometer außerhalb. Die Uphillstrecke war zwar nicht besonders lang, allerdings durchweg sehr schmal. Das erschwerte das Aufsteigen auf der Strecke doch teilweise sehr. Aber zu einfach macht ja auch keinen Spaß. Für Lea, Jule und mich stand bei dieser Disziplin der olympische Gedanke im Vordergrund „Dabeisein ist alles“. Entsprechend groß war die Freude beim Zieleinlauf. Auch auf der Strecke waren die Streckenposten wirklich toll und haben alle Teilnehmer angefeuert.

ECU_Jule_Uphill.jpg ©Konstantin Höhne and Belinda Bebst

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ECU_Uphill_Martin.jpg ©Konstantin Höhne and Belinda Bebst

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Anschließend haben wir dann erstmal wieder gemütlich am Womo gesessen und lecker zu Mittag gegessen. Am frühen Abend sind wir dann nochmals zum Info-Point. Dort hingen dann die Ergebnisse vom Palettenspringen und auch die Teilnehmer für die Tiebreaks. Das ist eine Art Stechen um die Platzierungen bei gleicher Höhe/ Weite. Da stand ich auch auf der Liste zusammen mit Kwen Kao aus Taiwan, der aber sowieso außer Konkurrenz hier auf der ECU startet. Also habe ich mich wieder vorbereitet und warmgesprungen. Kwen ist aber nicht zum Tiebreak angetreten, so dass meine ganze Vorbereitung umsonst war. Bevor dann die Finals losgingen, fanden noch die Ehrungen in den Altersklassen statt. Da konnte ich dann meine erste Goldmedaille hier in Sittard entgegennehmen. Zum Siegerfoto haben wir dann auch noch Kwen mit aufs Podest geholt. Das war ne tolle Sache.

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Trial – 03.08.2017

Für heute waren die Trial-Wettbewerbe angesetzt. Jule, Tim und ich waren dort mit am Start. Der Wettbewerb fand in einer Indoor-BMX-Halle statt. Wirklich tolle Location für solch ein Event! Die verschiedenen Lines waren aus sehr vielen unterschiedlichen Materialien aufgebaut, das sah richtig interessant aus.

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Die Teilnehmer starteten in zwei Gruppen, sogenannten Waves. Wir drei waren in der ersten Wave am Start. Jeder Starter hatte 1,5 Stunden Zeit, möglichst viele in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen aufgebauten Lines regelkonform mit dem Einrad zu absolvieren. Jule konnte leider nicht sehr viele Lines schaffen. Tim und ich nutzten die Zeit aber bis zum Ende und konnten ganz gute Ergebnisse erreichen. Und vor allem hatten wir sehr viel Spaß mit diesen kreativen Hindernissen.

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Die Teilnehmer feuerten sich auch gegenseitig an, gaben einander Tipps und beglückwünschten sich gegenseitig bei erfolgreichem Abschluss einer Line. Solch tolle, faire Stimmung gibt es halt beim Trial und beim Springen. Da könnte sich so mancher Bahnrennenfahrer eine Scheibe davon abschneiden. Am Abend war dann mal wieder gemeinsames Grillen in der Camper Area angesagt. Die Hermanns, die Franzens und die Pfannensteins haben zwischen dem Womos eine schöne große Tafel aufgebaut. Die Hoffmanns kamen dann auch noch dazu. Das war ein sehr unterhaltsamer Abend mit leckerem Essen.

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Später sind wir dann noch in die Halle und haben die letzten Hockey- Vorrundenspiele des A-Turniers angeschaut, u.a. haben die Baukau Bogaloos, die auch wieder hier campen, ein schönes Spiel gezeigt und sich für das morgige Halbfinale qualifiziert.

Frei am Freitag – 04.08.2017

Heute waren für uns Hermanns keine Wettbewerbe angesagt. Wir nutzten also den Tag nach dem gestrigen anstrengenden Trial, um einfach mal zu relaxen.

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Nach der täglichen Runde mit Django und einem gemütlichen Frühstück vor dem Wohnmobil haben wir dann beschlossen, nochmals die Innenstadt von Sittard zu erkunden. Also rauf auf die Räder und los geht’s. Sittard verfügt über eine relativ große Fußgängerzone mit teilweise ganz interessanten Läden und schönen Bauwerken.

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Wir haben unterschiedliche Dinge gekauft, u.a. hat Lea ein paar schicke Souvenirs für ihre Mädels gefunden und natürlich durfte ein Käse nicht fehlen.

Für den Nachmittag waren dann die Ehrungen für den Hoch- und Weitsprung angesetzt. Hier war für mich ja noch was abzuholen. Mareike und ich haben noch die Finals im Springen angeschaut, dann war es soweit. Ich durfte sowohl im Hoch- als auch im Weitsprung eine Goldmedaille in der AK 30+ entgegen nehmen. Das war eine tolle Belohnung für das Training der vergangenen Jahre. Meine AK-Kollegen, die auch einen Podestplatz ersprungen hatten, freuten sich bestimmt genauso wie ich. Schade, dass Toni nicht da war, um seine Silbermedaille in Empfang zu nehmen.

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Am Abend war nochmals gemütliches Zusammensein in der Camperarea an der Stadssporthal angesagt. Auf den Stellplätzen taten sich schon die ersten Lücken von bereits abgereisten Sportlern auf. Es war zu spüren, dass sich diese tolle Woche langsam ihrem Ende nähert. Es kam etwas Wehmut auf und ich begann zu überlegen, wann ich denn die anderen wieder sehen würde.

Unser letzter Tag in Sittard – 05.08.2017

Unser letzter Tag begann mit starkem Regen. Sogar unser Django hatte keine große Lust, rauszugehen.

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Für heute war unser letzter Wettbewerb, der Cyclocross, angesetzt. Diese Disziplin gibt es bei uns bei nationalen Wettbewerben nicht, wir wollten aber trotzdem dabei sein und Spaß haben. Es war eine ca. 1 km lange Runde mit vielen Hindernissen rund ums Stadion aufgebaut, die in einer vorgegebenen Zeit möglichst oft geschafft werden musste. Es gab keine Anzeichen, dass der Regen nachlassen würde, also haben wir Hermanns, wie viele andere gemeldete Starter auch, die Teilnahme am Rennen abgesagt. Wir wollten uns auf dem durch die Nässe rutschigen Betonuntergrund nicht noch am letzten Tag verletzen. Es war eine so schöne und auch erfolgreiche Woche, und so wollten wir dieses Risiko einfach nicht eingehen. Wir haben dann im Regen unseren Anhänger wieder reisefertig beladen. Wir verabschiedeten uns ausgiebig von unseren Freunden, die erst morgen nach dem Marathon abreisen würden und haben schon wieder Pläne gemacht, wann und wo wir uns vielleicht wieder treffen könnten. Der Abschied fiel uns schon schwer! Eine harte Prüfung stand mir allerdings noch bevor. Lea hatte herausgefunden, dass es im ca. 20 km entfernten Roermond ein großes Designer- Outlet-Center gibt. Das hat samstags natürlich geöffnet und so haben wir uns auch ins Getümmel gestürzt, um vielleicht das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern. Es war riesig dort, viele Marken sind bestimmt sehr bekannt, nur mir nicht. Egal, es gab ja auch was zu essen dort! Auf mich machte das den Eindruck eines riesigen Freizeitparks für Erwachsene, eben nicht mit Karussell oder Achterbahn, sondern mit Gucci, Nike und Lacoste. Konsum als Freizeitbeschäftigung scheint ein erfolgreiches Konzept zu sein.

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Nach mehr als zwei Stunden sind wir dann mit dem Womo wieder auf die Autobahn und sind ohne größere Verkehrsbehinderungen durch NRW und Rheinland Pfalz wieder ins Ländle nach Baden-Württemberg gereist. Am Samstag gegen Abend sind die Hermanns dann von ihrer ersten und hoffentlich nicht letzten Europameisterschaft in ihr kleines Dorf Rüddern heimgekehrt, müde, aber zufrieden und mit vielen Eindrücken und Erinnerungen aus Sittard-Geleen in den Niederlanden.

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